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Landingpage Optimierung: Sieben Wege für mehr Conversions

Viel Traffic, aber wenige Conversions – Ein Problem, das oft auf eine nicht optimierte Landingpage zurück geführt werden kann. Die Landingpage ist mit das wichtigste Tool, um einen Nutzer in einen Kunden zu konvertieren und sollte daher den Erwartungen des Nutzers und dem Werbekontext entsprechen, um eine möglichst hohe Conversion Rate zu erzielen. 

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Nutzer treffen Kaufentscheidungen oft in Sekunden

Nachdem ein Nutzer auf eine Werbeanzeige geklickt hat, wird er auf die Landingpage weiter geleitet. Ab diesem Zeitpunkt dauert es maximal fünf Sekunden, bis ein Nutzer sich entscheidet, ein Produkt zu kaufen oder die Seite wieder zu verlassen. Wenn der Nutzer die Seite verlässt, hat man ihn oft “für immer” verloren. Der berühmte erste Eindruck zählt hier also ganz besonders.

Warum konvertieren manche Landingpages und andere nicht?

Darauf gibt es keine eindeutige Antwort, da es individuell auf die Situation und die Umstände ankommt. Wer nach einer Art generellen Anleitung sucht, die einem Schritt für Schritt erklärt, wie man einen Nutzer in einen Kunden konvertiert, wird enttäuscht werden, denn so etwas existiert leider nicht. Sie müssen Ihren Kunden bzw. Ihre Zielgruppe genau kennen um eine Landingpage an seine Bedürfnisse und Vorstellungen anpassen zu können. Das Produkt selbst spielt natürlich auch eine große Rolle. Hier ist viel analytisches Feingefühl gefragt.

Es gibt jedoch einige grundlegende Dinge, die unbedingt beim Erstellen und Optimieren einer Landing Page beachtet und umgesetzt werden sollten. Eine optimierte Landing Page verspricht mehr Conversions und somit mehr Umsatz, geringere Kosten für die Kundenakquise und verringert die sogenannte Bounce Rate (“Absprungrate”, die Prozentzahl an Besuchern, die die Webseite nach einigen Sekunden verlassen, ohne zu konvertieren). 

1. Schlichtes Design und Aufbau der Landing Page

Übersichtlichkeit und Einfachheit sind das A und O jeder Landingpage. Eine simple, “aufgeräumte” Landing Page ohne Dinge wie Popups wirkt nicht überladen und lenkt den Nutzer nicht vom eigentlichen Angebot (also z.B. dem Kauf eines Produktes) ab. Mangelnde Übersichtlichkeit ist oft der Hauptgrund für eine hohe Bounce Rate, daher sollte sichergestellt werden, dass der Nutzer nicht mit Information überflutet wird. 

Der Text sollte also so kurz und kompakt wie möglich gehalten werden, gleichzeitig aber natürlich die nötigen Informationen enthalten, um eine Kaufentscheidung zu treffen. Auch miteinander konkurrierende CTA-Buttons (“Call to Action”), unpassende Farben und mehrere nebeneinander platzierte Angebote sollten vermieden werden, da sie den Nutzer oft nur unnötig verwirren und er somit die Seite oft verlässt, ohne zu konvertieren. 

Stattdessen sollte die Seite visuell stimulierend sein und es dem Kunden leichter machen, zu konvertieren.  

2. Optimierung der CTA-Buttons

Besucher, die nicht klicken, werden auch nicht zu Kunden.

Der CTA-Button ist letztendlich der Teil der Landingpage, auf den Nutzer klicken, um eine Handlung durchzuführen, also zum Beispiel den Kauf eines Produkts oder die Anmeldung zu einem Newsletter. Es muss also unbedingt darauf geachtet werden, das der CTA-Button klar aus der Landingpage heraus sticht. 

Das kann und sollte auf mehrere Wege erreicht werden. Die Farbe des CTA-Buttons sollte kontrastreich genug sein, um ihn schnell auf der Landingpage lokalisieren zu können. Laut einer Studie von Yahoo sind die besten Farben für einen CTA-Button rot, grün, orange und gelb, während die schlechtesten Farben schwarz, weiß und braun sind (nicht auffällig genug, animieren den Nutzer nicht zu einer Handlung). Der Hintergrund sollte weiß gehalten werden, damit der CTA-Button noch klarer heraus sticht. 

Auch der Text selbst ist sehr wichtig. Er muss eine klare Handlungsaufforderung enthalten, wie beispielsweise “Jetzt kaufen”, “Jetzt ansehen” oder “Jetzt kostenlos herunterladen”.

Der Button sollte außerdem rechteckig und optimal auf der Landingpage platziert sein. Eine Eyetracking-Studie der Nielsen Norman Group hat ergeben, dass Nutzer die Seite zunächst in einer horizontalen Bewegung in der oberen Hälfte scannen, somit kann es Sinn machen, den CTA-Button dort zu platzieren. 

Auch hier gibt es jedoch keine Universallösung. Ergebnisse können sich je nach Branche und anderen Umständen unterscheiden und daher macht es Sinn, A/B Tests durchzuführen um zu sehen, was am besten konvertiert.

3. A / B-Tests

Landing Page A / B-Tests sind unerlässlich, wenn Sie Ihre Conversion Rate optimieren wollen. Nur so können Sie feststellen, ob Ihre aktuelle Landingpage optimal ist oder ob bestimmte Elemente geändert werden müssen, um eine höhere Conversion Rate zu erreichen.

Durch die Durchführung von A/B-Tests für Landing Pages können Sie sehen, welche Version einer Landing Page zu mehr Klicks, höheren Conversions und einer geringeren Bounce Rate führt. Darüber hinaus können Sie Ihre Landing Pages im Verlauf mehrerer Tests weiter verfeinern.

Elemente, die Sie in A / B-Tests vergleichen können, sind beispielsweise CTA-Buttons, das Design, die Headline, der Text, Bilder und sogar das Angebot selbst.

4. Fear-of-Missing-Out (FOMO) nutzen

Wer Angst hat, einen guten Deal zu verpassen, konvertiert schneller (“Angst, etwas zu verpassen”) – Und das kann man durch verschiedene Methoden erreichen. 

Laut Hubspot wirkt sich beispielsweise eine zeitliche Limitierung eines Angebots positiv auf die Kaufbereitschaft aus. Dem Nutzer wird also der Eindruck gegeben, dass das Angebot nur auf einen bestimmten Zeitraum limitiert ist und es in naher Zeit nicht mehr verfügbar sein wird (“Nur noch bis diesen Sonntag”). 

Eine weitere Methode ist die limitierte Verfügbarkeit eines Produktes. 

Selbst große Konzerne wie Booking (“nur noch zwei Zimmer verfügbar”) oder Target (“nur noch drei Stück verfügbar”) nutzen diese effektive Methode.

Aufgepasst: Diese Strategie sollte allerdings nicht im Übermaß verwendet werden, da sie sonst schnell an Glaubwürdigkeit verliert und unseriös wirkt.

5. Social Proof und Erfahrungsberichte 

Viele Nutzer sind generell skeptisch, gerade bei Produkten und Unternehmen, die sie nicht kennen. Social Proof ist die Online-Version von Word-of-Mouth (“Mund zu Mund-Propaganda”), bei der Marken bei Kunden und Interessenten Vertrauen aufbauen. Das Konzept ist einfach: Ein Produkt und ein Unternehmen wirken glaubwürdiger, wenn andere Konsumenten es bereits gekauft bzw. Erfahrung mit dem Unternehmen gemacht haben.

Dies kann erreicht werden durch die Implementierung von Erfahrungsberichten von Kunden auf der Landingpage, wenn möglich mit Produktfotos- aufgenommen vom Kunden- und Namen des Kunden. 

Psychologen haben außerdem herausgefunden, dass Konsumenten die Meinung einer Person wahrscheinlich auf der Grundlage ihres etablierten Eindrucks von dieser Person beurteilen. Da Influencer (z.B. auf Instagram oder Youtube) auf ihrem jeweiligen Gebiet bereits etabliert und respektiert sind, profitieren die von ihnen unterstützten Marken von ihrem positiven Ruf. Eine Idee hier wäre also, sogar Erfahrungsberichte und Fotos eines bekannteren Influencers auf die Landingpage einzubinden.

6. SEO-Optimierung der Landingpage 

Oft wird SEO zu wenig Bedeutung geschenkt, aber Suchmaschinenoptimierung ist ein wichtiger Punkt, um kostenlosen Traffic zu erhalten. Nutzer können die Landingpage auch durch eine organische Suche auf Suchmaschinen wie Google finden, daher ist es essentiell, sie darauf zu optimieren.

Ein guter Anfang hierbei ist es, ein Tool für Keyword Recherche zu nutzen, wie beispielsweise SEMrushAhrefs oder den Google Keyword Planner. Passende Keywords können auf der Landingpage integriert werden für eine bessere Suchmaschinenplatzierung. 

7. Exit Pop-up

Wenn ein Besucher versucht, die Landingpage zu verlassen, erscheint ein Exit Pop-up. Ein Exit Pop-up ist also im Grunde genommen ein Last-Minute-Versuch des Unternehmens, die Besucher am Verlassen der Webseite zu hindern.

Wenn zum Beispiel ein Benutzer versucht, Ihre Landingpage zu verlassen, nachdem er ein Produkt in den Einkaufswagen gelegt, diesen dann aber verlassen hat, können Sie einen Versuch unternehmen, ihn zum Bleiben zu bewegen und den Kauf abzuschließen, indem Sie ihm einen besonderen Rabatt durch das Exit Pop-up anzeigen lassen.

Verwenden Sie eine Kombination aus überzeugenden visuellen Bildern, einer aussagekräftigen Überschrift und CTA-Text, um Benutzer zum Klicken zu bewegen. Man kann noch einen Schritt weitergehen und ein Exit-Intent-Popup benutzen, das dem Besucher bereits erscheint, wenn er den Mauszeiger in Richtung des kleinen Kreuzes zum Schließen der Webseite bewegt.

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